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Wenn das Konto geplündert wurde -
Schutz gegen Phishing-Attacken

Phishing Attacken

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Elegant schleichen Einbrecher sich über den Datenhighway ein.

Einbrecher kommen heute längst nicht mehr nur durch die Tür. Elegant schleichen sie sich über den Datenhighway ein. Statt auf Fotoausrüstung und Schmuck haben sie es auf PIN-Codes und TAN-Nummern abgesehen. Einen absolut sicheren Schutz gegen das sogenannte Phishing (Kunstwort aus Passwort und Fishing, d. h. „Passwörter fischen“) gibt es nicht.

Online-Banking hat viele Vorteile, aber auch so seine Tücken. Immer öfter machen Internet-Betrüger durch Ausspähen von Passwörtern bei Bankkunden Kasse. Die Methode der Betrüger ist denkbar einfach, meist erfolgreich und wirkungsvoll. Sie schicken Internetnutzern eine E-Mail und locken sie auf die gefälschten Seiten einer Bank, die sich von der echten kaum unterscheidet. Dort wird der Benutzer aufgefordert, seine Daten, Passwörter und einige TAN-Nummern preiszugeben. Leider fallen immer noch viele gutgläubige Internetuser auf diese „Phisher“ herein … und schon sind Tür und Tor zum Konto geöffnet. Besonders dreist ist diese Masche: Hier wird behauptet, dass das Konto bereits geknackt, über den angegebenen Link aber der räuberische Geldtransfer zu stoppen sei.

Unser Tipp:

Ob PIN, TAN, Handy- oder Chipkarte, die Grundeigentümer-Versicherung rät zum sensiblen und vorsichtigen Umgang mit allen Zugangsdaten. „So dürfen sie niemals aus der Hand bzw. am Telefon, in Briefen, im persönlichen Gespräch oder bei anderer Gelegenheit weitergegeben werden – ganz egal, wie gut das Argument des Gegenübers ist.

Es gibt absolut niemanden, der ein berechtigtes Interesse an Ihren Zugangsdaten hat – außer Sie selbst“, sagt Andreas Hackbarth, Schadenverhütungsexperte der Grundeigentümer-Versicherung. Er empfiehlt weiter, regelmäßig Passwörter und PINs zu ändern, sie aber nicht aufzuschreiben oder auf dem Computer bzw. Smartphone abzuspeichern. Der sicherste Aufbewahrungsort ist der Kopf. Auf gar keinen Fall darf man verdächtige und unbekannte Links und Anhänge in Mails öffnen. Häufig unterscheiden sich Phishingseiten nur durch die Internetanschrift. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man die bekannte Adresse seiner Bank selbst per Hand eingibt. Doch trotz aller Vorsicht, eine hundertprozentige Sicherheit gegen Internetbetrüger gibt es nicht.

Wessen Konto nach einer sogenannten „Phishing-Attacke“ geplündert war, hatte bislang Pech. Doch jetzt können diese Schäden bei einigen Versicherungsgesellschaften auch über die Hausratversicherung abgesichert werden. Versicherungsschutz besteht im bedingungsgemäßen Umfang beispielsweise dann, wenn der Schaden bei privaten Online-Banking-Aktionen entstanden ist, die in der privaten Wohnung oder an dem privaten Laptop bzw. portablen PC des Versicherungsnehmers durchgeführt wurden. Voraussetzung für die Entschädigungsleistung ist zudem, dass die Bank dabei einen aktuellen Online-Banking-Sicherheitsstandard verwendet.